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Anleitung

Ein Satz vorab: Ich erwarte von niemanden, dass er die folgenden Ausführungen liest. Wer sich also daran stößt, dass der unten stehende Text die Länge eines durchschnittlichen Bild-Zeitungs-Artikels übersteigt, der sehe doch bitte davon ab, ihn zu lesen. Ich übernehme keine Verantwortung für die dadurch entstehenden Folgen.

Wie benutze ich diese Homepage?

Lesen Sie immer noch? Unglaublich! Hätte nicht gedacht, dass sich jemand diesen Sums soweit durchliest. Gerade deshalb bin ich umso mehr erfreut. Nachfolgend folgt der eigentlich wichtige Teil dieser Einführung. Er enthält einige wichtige Regeln, wie der Inhalt meiner Homepage zu verstehen ist. Ich erlaube mir, einige Prinzipien und Grundsätze aufzuführen, nach denen ich mein Leben und Tun versuche auszurichten.

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Ironie
Ich versuche gelegentlich, Ironie in meine Texte einzubauen. Das ist zwar etwas gefährlich, aber ich denke, dass es ohne etwas Witz nicht geht. Witzige Ironie, solche meine ich. Manchmal kann auch ein bisschen Zynismus dabei sein (vor allem wenn ich an... *kurz vor innerem Zorn zitter* Kreaturen wie Eckart von K. denke). Ich bin davon überzeugt, dass sich niemand lächerlicher macht als derjenige, der sich permanent todernst gibt.

Ich setze diesen Punkt nicht deshalb an die Spitze meiner Liste, weil ich ihn als den wichtigsten erachte. Es kann nur durchaus sein, dass Ironie im folgenden Text vorkommt (und schon bereits vorgekommen ist). Ich bitte, eventuelle Schäden durch Ironie-Strahlung zu entschuldigen.

Panta rhei
Klingt nicht nur wichtig, sondern ist es auch (keine Ahnung, warum ausländische Begriffe oft kursiv geschrieben werden. Sieht aber cool aus, oder? Vielleicht vermutet dann niemand, dass ich die richtige Schreibweise erst mal in Wikipedia gegenchecken musste). Was das eigentlich bedeutet (für mich jedenfalls) ist folgendes: Nichts bleibt gleich. Alles fließt - das ist laut Wiki auch die Übersetzung aus dem Griechischen. Alles ist ein Prozess, es gibt kein Schwarz und Weiß, sondern viele, viele Grautöne dazwischen und derart farbige Metaphern mehr.

Was ich damit sagen will: Ich denke, dass nichts sicher ist. Zu jeder (kein ausländischer Begriff) Meinung gibt es eine Gegenmeinung, zu jedem Sachverhalt eine Gegendarstellungund ich akzeptiere das. Umgekehrt ist natürlich auch die Aussage panta rhei nicht sicher. Das ist ja gerade der Witz daran.

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Politische Ausrichtung
In eine bestimmte Schublade möchte ich mich eigentlich nicht stecken, schon wegen der hohen Chiropraktiker-Rechnung. Ich stehe eher in der Mitte des politischen Spektrums, ertappe mich aber selbst immer wieder dabei, wie sich mein linkes Bein selbstständig macht.

Angesichts der Sandgruben, Moorbecken und Schwefeldämpfe, welche die politische Landschaft verunstalten, erscheint mir die Tatsache, dass es Politiker erfordert, eine Demokratie aufrecht zu erhalten, bestenfalls wie eine Geschlechtskrankheit: Unappetitlich, aber eigentlich kaum zu vermeiden. Ich halte die meisten Politiker für verlogene Mistkerle, die "politische" Erscheinungen solchen vorziehen, die sich an den tatsächlich existierenden Verhältnissen und Bedürfnissen orientieren. Wenn ich mich zwinge, Leuten wie Eckart von K. zuzuhören, verspüre ich oft nicht nur den Wunsch, mich zu waschen: Am liebsten würde ich meine Haut ausziehen, um sie auch auf der Innenseite zu schrubben.

Meine Meinung kann ich natürlich fast ausschließlich auf das stützen, was in den Medien berichtet wird, beziehungsweise wie sich Politiker in den Medien darstellen, wohlwissend, dass gerade eine Kamera läuft oder jemand mitschreibt. Ich kenne leider nur wenige Politiker persönlich, und diese Bekanntschaften unterstützen eigentlich genau das Gegenteil meiner gefassten Meinung. Panta rhei halt.

In einem meiner Träume gründe ich eine Partei. In der sind dann nur solche Leute, die nicht nur die Interessen desjenigen vertreten, der den schönsten Urlaub finanziert. Politiker meiner Partei lügen nicht, sondern geben öffentlich zu, wenn sie Fehler gemacht haben. Sie warten nicht hinter jeder Ecke des Bundestags mit einem Messer auf den ungeschützten Rücken eines Parteifreundes. Und die Bürger wählen die Politiker meiner Partei, obwohl diese nicht im Vorstand irgendwelcher Schüzenvereine sitzen, in Reden nicht nur dem Publikum nach der Schnauze reden und nicht ohne Rücksicht auf Verluste Themen polarisieren, wie es ihnen gerade in den Kram passt.

Wenn ich aufwache, komme ich dann meist wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und male Bilder von fliegenden Kühen, die "Ein Sommernachtstraum" in Morsecode furzen.

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Religiöse Ausrichtung
Tja, Religion, ein schwieriges Thema. Ich bin gerade dabei, mich da zu finden. Aber tun wir das nicht alle?

Zunächst einmal stamme ich aus einer Gesellschaft, deren Entwicklung auf den Grundmauern des christlichen Abendlandes basiert. Ich versuche auch, nach den Lehren Jesu Christi zu leben... äh, die ich selbst auf folgenden Satz heruntergebrochen habe: "Was man nicht will, was man Dir tu, das füg auch keinem andern zu".

Ja, dieser durch einen primitiven Paarreim verbundener Haufen Silben ist meiner Meinung nach die Aussage Christi, nein, der ganzen Bibel! Jedenfalls jener Teile der Bibel, in denen keine Verwandten vergewaltigt werden (z.B. 2. Samuel, 13,11ff) oder zum Mampfen der Mitmenschen aufgerufen wird (z.B. Offenbarung 19,17f).

Früher habe ich Glaube ziemlich stereotyp gesehen: Das ist doch nur dummer Aberglaube, wissenschaftlich ist nichts bewiesen... so in dem Stil. Ein paar schlimme Ereignisse in den letzten Jahren haben mir ein paar saftige metaphorische Schellen verpasst. Nach langem Nachdenken bin ich zu einer für mich wichtigen Erkenntnis gelangt: Glauben kann viel mehr sein als die Überzeugung, Gott hätte einfach eine 30 Trilliarden Watt-Birne in die Fassung des Universums geschraubt. Glaube ist eher wie ein Geschenk, ein Strohhalm am Abgrund des Lebens. Das bedeutet nicht unbedingt, dass man sich selbst etwas vorgauckelt. Jedenfalls ist das kein größerer Selbstbetrug als der, Atheist zu sein, nur weil noch kein Wissenschaftler Gott gemessen hat, oder?

Wer sich ein bisschen (aber wirklich nur ein kleines bisschen, denn mehr hab ich auch nicht gemacht) eingehender mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft auseinandersetzt, wird bemerken, dass wohl nirgends mehr gelaubt wird als in den Labors und Forschungseinrichtungen dieses Planeten. Auf keinem der großen Gebiete der Wissenschaft ist alles sicher. Es gibt unglaublich viele offene Fragen, und dort, wo sie beantwortet werden, tauchen sofort neue auf. Die Menge der "gesicherten Erkenntnisse", die auf gigantischen Wissenslücken und Vermutungen basieren, scheint wirklich erschreckend groß zu sein.

Das ist natürlich kein Grund, mit dem Forschen aufzuhören und sich wieder mit Scheiterhaufen zu befassen. Ich will ja nur sagen, dass Glaube gar keine so schlechte Sache ist. Dies also bitte auch beim Lesen berücksichtigen!

Was auch noch toll ist am Glauben: Seit ich mich eingehender mit dem Konzept der Hölle beschäftigt habe, grinse ich manchmal diabolisch, wenn ich Leuten wie Eckart von K. beim Sprechen zusehe. Außerdem hätte eine Portion Schiss vor dem Fegefeuer Männern wie Herrn Teller von vielen dummen Gedanken abgehalten.

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Und noch was...
Sicher wissen Sie, das wenig so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde. Es kann eventuell vielleicht manchmal ein bisschen sein, dass ich mich in ein Thema etwas verrenne... man könnte dann fast den Eindruck haben, dass ich mich unnötig aufrege, mich exaltiert in wilde Theorien hineinschreibe... Der Eindruck täuscht dann natürlcih. KAPIERT???

Aber wenn Sie bis jetzt durchgehalten und den ganzen Sermon tatsächlich gelesen haben, dann scheint Ihnen das ja nichts auszumachen *verträumt grins* Vielen Dank für Ihr Interesse. Sie sind jetzt voll und ganz darauf vorbereitet, diese Internetseite zu nutzen!

 

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Eine Anleitung zum korrekten Gebrauch dieser Homepage finden Sie hier.

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